Namen und Bezeichnungen Gottes • Teil 2 von 4
Der Gott deines Vaters
Thomas Roser
8. April 2023
Jakob opferte Gott und dieser erschien ihm und rief ihn zwei Mal bei seinem Namen: „Jakob, Jakob“ (siehe 1.Mose 46). Dann stellt Gott sich vor, damit Jakob weiß, mit wem er es zu tun hat:
![zitat] 1.Mose 46,3 Und er sagte: „Ich bin Gott, ‹der Starke›, der Gott deines Vaters! Fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn zu einem großen Volk will ich dich dort machen. (Übersetzung: Jantzen 2022)
In dieser Bibelstelle begegnen uns gleich zwei Eigenbezeichnungen Gottes. Im Hebräischen steht dort „El, Elohim“ also der starke Gott, der wahre Gott deines Vaters. Dann folgt „der Gott deines Vaters“. Gott verknüpft seinen Namen mit einem Menschen. Das ist eine sehr starke Aussage. Gott bindet sich an einen Menschen und in diesem Fall ist es Isaak (1. Mose 17,21), der Vater von Jakob. Wir wissen von Gott, dass er heilig und gerecht ist und dass er in einem unzugänglichen Licht wohnt (1.Timotheus 6,16). Trotzdem macht es ihm nichts aus, mit einem Menschen in Verbindung gebracht zu werden, sich an einen Menschen zu binden. Was ist das für ein wunderbarer Gott!? Wo gibt es das sonst noch? In keiner Religion ist Gott so nahbar und so ansprechbar. Kein anderer Glaube kennt einen Gott, der sich so an Menschen bindet und ihnen so nahe kommt. Dieses Nahsein Gottes geht so weit, dass er sogar seine göttliche Gestalt aufgibt (Philipper 2) und selbst Mensch wird. Was ist das für eine Liebe? Und was ist das für ein großer Gott, der sich so klein machen kann und doch immer noch der große Gott bleibt?
„Ich bin Gott, der Gott deines Vaters“ ist ein Bekenntnis Gottes zu dem Menschen Isaak. Bei allen Fehlern, die dieser Mensch Isaak gemacht hat, ist Gott doch immer noch der Gott Isaaks. Diese Tatsache greift Jesus Christus später auf und zeigt die ganze Tragweite dieser Aussage:
[!zitat] Matthäus 22,32 ‘Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs’? {2Mo 3,6.15} Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.“ (Übersetzung: Jantzen 2022)
Jesus Christus zeigt uns, dass dieses Bekenntnis zu einem Menschen, diese Bindung an einen Menschen auch eine Verheißung in sich trägt: Die Verheißung des ewigen Lebens: Wenn Gott dich bei deinem Namen kennt, wenn er weiß, wer du bist und wenn du eine Beziehung zu ihm hast, dann musst du keine Angst vor dem Tod haben, denn „Gott ist nicht der Gott der Toten, sondern der Lebenden.“
Zum Nachlesen:
Jesus Christus, der Lebendige: Hiob 19,25; Hebräer 7,23-25; Offenbarung 1,17-18
Verheißung der Auferstehung: 1.Korinther 15,22-23; 1.Korinther 15,51-57; Offenbarung 20,4-6
Verheißung ewigen Lebens: Johannes 11,25-26; Johannes 14,19; Offenbarung 3,5
Jesus Christus lebt und wir mit ihm: Römer 8,8-10; 2.Korinther 13,4