Namen und Bezeichnungen Gottes • Teil 1 von 4
Ich bin der Erste und der Letzte
Thomas Roser
1. April 2023
Als der Apostel Johannes auf der Insel Patmos in der Verbannung war, da erschien ihm der Herr Jesus Christus:
[!zitat] Offenbarung 1,17-18 17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie ein Toter. Und er legte seine Rechte auf mich und sagte: „Fürchte dich nicht. Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebende. Ich war tot, und – siehe! – ich lebe in ‹alle› Ewigkeit. Amen. Und ich habe die Schlüssel des Todes und des Hades. (Übersetzung: Jantzen 2022)
Ich halte es für sinnvoll, eine Reihe, in der es um die Namen Gottes geht, genau mit dieser Selbstvorstellung des Herrn zu beginnen. Er ist der Erste und der Letzte. Das passt in vielerlei Hinsicht. Mit dieser Selbstvorstellung des verherrlichten Christus beginnt die Offenbarung. Und damit endet sie auch in Offenbarung 22,13. So stellt er sich auch der Gemeinde in Smyrna vor (Offenbarung 2,8). Smyrna ist eine Gemeinde in der Drangsal und der Herr stellt sich zu dieser Gemeinde. Er kritisiert sie nicht und ruft sie nicht zur Buße auf, sondern er stützt und ermutigt die Gemeinde. Warum ist das eine Ermutigung für Gläubige? Mit Jesus Christus hat unser Glaube angefangen und in ihm wird unser Glauben auch seine Vollendung finden. Er ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens (Hebräer 12,2). Wir können aber auch noch weiter zurück, denn mit ihm beginnt ja auch unsere ganze Existenz und sogar die gesamte Schöpfung (Kolosser 1,16). Er ist also der Erste, weil mit ihm unser Leben und unser Glaube beginnt. Was bedeutet es, dass Jesus Christus der Erste und der Letzte ist? Denke an ein Buch, das du liest. Der Autor gibt dir einen klaren Anfang und ein Ende. Nun stelle Dir dein Leben als ein Buch vor. Jesus Christus als der Erste und Letzte ist wie dieser Autor, der die Geschichte deines Lebens schreibt. Er kennt die Handlung deines Lebens von Anfang bis zum Schluss und sorgt dafür, dass alles zu einem guten Ende führt. Das hat er für alle versprochen, die an ihn glauben. Während du dich also von einem Tag zum anderen hangelst und nicht weißt, wie es am nächsten Tag weitergehen wird, weiß er bereits, was übermorgen und in zwei Wochen, zwei Monaten, zwei Jahren und zwei Jahrzehnten passiert. Egal, welche Wendungen du in deiner Geschichte erlebst, er ist immer da, um dir zu helfen, dein Leben zum Guten zu gestalten. So führt er jeden, der ihm vertraut, sicher durch alle Kapitel des Lebens bis zur ewigen Herrlichkeit.
Mit ihm hat alles begonnen. Nur mit ihm kommt unser Leben zum Ziel. Nur mit ihm kommt unser Leben an sein gutes und herrliches „Ende“. Ein Ende, das eigentlich kein Ende ist, weil die Ewigkeit nie aufhört. Aber unser irdisches Leben kommt eines Tages an sein Ende und dann zeigt sich, dass er nicht nur der Erste ist, sondern auch der Letzte. Wenn du dein Leben Jesus anvertraut hast, darfst du sicher wissen, dass der, der am Anfang stand, es auch herrlich vollenden wird.
Zum Nachlesen:
Er ist der Erste, der Anfang: Kolosser 1,16-18; Johannes 1,3; Hebräer 1,10-12;
Er ist der Letzte, das Ziel: 1.Korinther 15,45; Hebräer 1,10-12;
Der Erste und der Letzte: Jesaja 41,4; 44,6; 48,13; Offenbarung 1,17; 2,8; 22,13
Anfänger und Vollender des Glaubens: Philipper 1,6; Hebräer 2,10; 10,14; 12,2; 1.Petrus 5,10
Offenbarung 21,6 „Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst.“