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Namen und Bezeichnungen Gottes Teil 14 von 20

Wunder-Rat -wunderbarer Ratgeber

Wunder-Rat -wunderbarer Ratgeber

Thomas Roser

Thomas Roser

1. Juli 2023

Jesaja 9,5

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst.

(Übersetzung: Elberfelder)

Es gibt ganz unterschiedliche Übersetzungen für Wunderbarer, Berater. In der Schlachter 2000 wird das mit „Wunderbarer, Ratgeber“ wiedergegeben. Dort steht aber in der Fußnote, dass man die Begriffe auch zusammen sehen kann, also als „wunderbarer Ratgeber“. Das Hebräische lässt zwei Lesarten zu. Man kann das entweder als getrennte Begriffe oder als einen Begriff sehen. So übersetzt Karl-Heinz Vanheiden „wunderbarer Berater“. In der Menge-Bibel heißt es „Wunderrat“ und in der Jantzen-Übersetzung „Wunder-Rat“.

Was ist denn nun gemeint mit „Wunder-Rat“ oder „Wunderbarer Ratgeber“? Zwei Kapitel später finden wir bei Jesaja eine Stelle, die uns hier weiterhelfen kann:

Jesaja 11,2

Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN;

(Übersetzung: Elberfelder)

Wie schon in Jesaja 9, so bezieht sich auch dieser prophetische Text auf Jesus Christus. Hier wird uns der Geist des HERRN in drei Begriffspaaren vorgestellt. Und eines dieser Paare ist „der Geist des Rates und der Kraft“.

Einige Kapitel später finden wir in Jesaja 28

Jesaja 28,29

Auch dies geht aus von dem HERRN der Heerscharen;
er ist wunderbar in seinem Rat, groß an Verstand.

(Übersetzung: Elberfelder)

Die eine Feststellung verstehen wir sofort, denn keiner von uns würde daran zweifeln, dass Gott groß an Verstand ist. Aber was bedeutet „wunderbar in seinem Rat“.

Ein eindrückliches Bespiel dafür finden wir im Kulas-Evangelium im Kapitel 21. Dort geht es um eine Verfolgungssituation, in der sich Christen vor der Obrigkeit verantworten müssen:

Lukas 21,14-15

14 Nehmt euch nun in euren Herzen vor, nicht vorher darauf zu sinnen, wie ihr euch verantworten sollt;
15 denn ich werde euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Widersacher nicht werden widerstehen oder widersprechen können.

(Übersetzung: Elberfelder)

Das heißt, dass sich der Gläubige darauf verlassen kann, dass Jesus ihm mit Rat hilft, wenn es hart auf hart kommt. Wenn das in einer so extremen Lage gilt, dann erst recht in ganz normalen Lebenssituationen. Christus steht seinen Gläubigen mit Rat zur Seite und hilft ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die rechten Worte zu finden.

Wer mit Jesus Christus lebt und ihn liebt, der kann bezeugen, dass das, was von Gott kommt, immer zu unserem Besten ist. Wer auf den Rat des Herrn hört und das tut, was Gottes Wort ihm rät, empfängt den besten Rat, den man bekommen kann. Das ist nicht immer bequem und auch nicht immer angenehm, aber immer der beste mögliche Rat.

Über Christus, den Wunderrat, der uns von Gott zur Weisheit gemacht wurde (1.Kor.1,30) könnte man sicherlich ganze Bücher schreiben. Hier aber möchte ich nur mit einem kurzen, einfachen Gedanken schließen:

Höre auf Gottes Wort, lies Gottes Wort und achte darauf, was der Wunder-Rat zu dir ganz persönlich sagen möchte. Nimm diesen Rat ernst, denn er ist der wunderbare Ratgeber. In ihm erfüllt sich, was in Jesaja 11,2 steht. Auf Christus ruht “der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN”.