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Vom Reich der Finsternis zur Zukunftshoffnung

Thomas Roser

Thomas Roser

21. Dezember 2025

Der erste Teil unserer Betrachtung endete mit dem Wunder der Liebe: Jesus Christus, das wahre Licht, ist in unsere finstere Welt gekommen und hat sich als zu Unrecht als Sünder ans Kreuz schlagen und töten lassen, damit wir errettet werden.

Die Befreiung aus der Herrschaft der Finsternis

Aber das ist noch nicht alles. Es ist mehr als nur Erlösung aus der Finsternis. Wir sind nicht nur gerettet, sondern wir sind auch befreit worden. Wir sind befreit worden aus der Herrschaft der Finsternis.

Diese Herrschaft war eine Diktatur. Sie hatte uns gefangen gehalten und das Schlimmste: Wir waren froh, uns gefangen halten zu lassen. Wir waren Sklaven dieser Finsternis. Doch Jesus Christus hat uns befreit. Und er hat uns nicht nur befreit, sondern er hat uns versetzt in ein anderes Königreich:

[Kolosser 1,13-14 (Schlachter 2000)]

13 Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, 14 in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.

Das ist die großartige Nachricht von Weihnachten. Wir werden nicht nur gerettet von einer Strafe, die wir verdient hätten, sondern wir werden versetzt in das Reich seines Sohnes. In dieses Reich, wo Christus König ist, wo es nur Gnade und Wahrheit gibt. Und dort bekommen wir die Erlösung und die Vergebung der Sünden.

Das herrliche Evangelium – Gotteskindschaft

Das ist das herrliche Evangelium. Das Wort, das am Anfang bei Gott war und das Gott war, das wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir haben seine Herrlichkeit gesehen. Herrlichkeit voll Gnade und Wahrheit.

Und alle, die ihn aufnahmen, die ihm Glauben schenkten, die an seinen Namen glaubten, die durften Kinder Gottes werden. Das ist doch das größte Wunder überhaupt:

[Johannes 1,12-13 (Jantzen 2022)]

12 So viele ihn aber annahmen, denen gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, 13 die nicht aus Geblüt noch aus Willen des Fleisches noch aus Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren wurden.

Wir sind Kinder Gottes. Das ist doch Wahnsinn. Aus der Finsternis, der Gottlosigkeit, aus dem Reich der Finsternis und der Gottlosigkeit, aus dem Gefängnis unserer Sünden und unserer Schuld – herausgenommen und versetzt in das Reich der Liebe des Sohnes. Und mehr noch: Wir sind Kinder Gottes!

Der größte Schatz auf Erden ist doch der, ein Kind Gottes zu sein. Der größte Gewinn in diesem Leben ist es, ein Kind Gottes zu sein. Der größte Trost ist es, ein Kind Gottes zu sein. Und die größte Ehre ist es, ein Kind Gottes zu sein.

Das ist die Nachricht, die wir heute in der Adventszeit hören. Gott wird Mensch. Damit wir Kinder Gottes werden können. Und das können wir nur durch den Glauben an ihn.

Advent = Zukunftshoffnung

Wir blicken in der Adventszeit zurück auf die Krippe und auf das Kreuz. Aber wir blicken auch voraus auf die Wiederkunft unseres Herrn. Der Advent bedeutet ja Ankunft. Jesus ist das erste Mal zu uns gekommen in Bethlehem.

Aber Jesus wird auch zum zweiten Mal wiederkommen. Er wird nicht wieder als ein hilfloses Kind kommen, sondern er wird kommen in Macht und Herrlichkeit. Er wird kommen, um seine Gemeinde zu holen. Er wird kommen, um sein Gericht über diese gottlose Welt auszuüben. Er wird kommen, der Allmächtige.

Und mit diesem herrlichen Ausblick auf eine herrliche Zukunft in der Herrlichkeit Gottes lesen wir nun noch einen einzigen Vers weiter, der viel mit dieser gewaltigen Hoffnung zu tun hat:

[1.Johannes 3,1-3 (Schlachter 2000)]

1 Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat. 2 Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir Ihm gleichgestaltet sein werden, wenn Er offenbar werden wird; denn wir werden Ihn sehen, wie Er ist. 3 Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist.

Dort steht nicht das Wort “reinigen” im Sinne von “ich wasche mich mit Wasser und Seife”, dort steht ein Wort, das man üblicherweise benutzt, wenn es darum geht, sich für den Tempel zu reinigen. Das ist deutlich mehr als nur die äußerliche Reinigung.

Es geht darum, sich bereit zu machen für den Gottesdienst im Tempel. Es geht darum, sich bereit zu machen für die Begegnung mit dem Allmächtigen. Es geht darum, sich bereit zu machen für den Advent, die Wiederkunft unseres Herrn.

Man kann sich bereit machen, indem man sich reinigt, oder wie man auch übersetzen kann, indem man sich heiligt. Jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, der heiligt sich selbst. Und der Maßstab, die Messlatte ist unser Herr Jesus selbst: So wie er rein ist. So wie er heilig ist. So sollen wir sein.

🏷️ Themen

Advent Gotteskindschaft Erlösung Wiederkunft Christi Heiligung Hoffnung