| Sabbat oder Sonntag ? |
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| Geschrieben von: tr | |||
Über die Frage, ob man nun den Sabbat oder den Sonntag heiligen soll, gibt es recht verschiedene Ansichten.Ja, sogar die Frage, ob man überhaupt einen Tag besonders heiligen soll, steht im Raum. Auf der einen Seite sind da die Siebenten-Tags-Adventisten, die lehren, daß das alttestamentliche Gesetz auch von Christen zu befolgen ist und damit auch der Sabbat weiterhin absolut verbindlich einzuhalten ist. Dann gibt es auch noch sehr extreme Fanatiker unter den Sabbatbefürwortern : Sie gehen sogar soweit zu behaupten, daß das Malzeichen des Tieres aus Offb.13 sich auf den Sonntag bezieht. Wenn man also diese absurde Argumentation zu Ende führt bedeutet das, daß JEDER Christ, der am Sabbat nicht ruht, sondern am Sonntag seinen Gottesdienst feiert, in den Feuersee wandert - denn das ist ja die Folgerung von Offb.13. Was ist nun wirklich der Tag des HERRN ? Sabbat(Samstag) oder Sonntag ?
Feierte die Urgemeinde den Sabbat oder den Sonntag ?Legenden behaupten, daß erst das Papsttum den Sonntag eingeführt habe und vorher grundsätzlich der alttestamentliche 7.Tag = Sabbat = Samstag von der urchristlichen Gemeinde gefeiert wurde. Tatsächlich gibt es im Neuen Testament keine einzige Aussage, wo steht : "Ihr sollt nicht mehr den Sabbat, sondern den Sonntag heiligen". Allerdings gibt es deutliche HINweise und BEweise für die Festsetzung des 1.Tages der Woche (Sonntag) als neuer Tag des Herrn im neuen Bund. Hinweise 1.Kor.16,2 "An jedem ersten Wochentag lege ein jeder von euch bei sich zurück......." In dem Text geht es um eine Geldsammlung und auch wenn nicht eindeutig gesagt wird, daß es hier um einen Gottesdienst geht, es klingt doch schon durch. Die Formulierung "ein jeder von euch lege bei sich zurück" ist kein Beweis für eine Versammlung, das kann auch eine persönliche Geldzurücklegung zu Hause bedeuten, allerdings wäre es unlogisch, dann ausgerechnet den ersten Tag der Woche so zu betonen. Wenn es um einen speziellen Wochentag für die Geldsammlung geht, dann kann das wohl nur der Tag sein, an dem die Versammlung der Christen zusammenkommt. Es lässt sich also aus dieser Anweisung schließen, daß sich die Christen damals schon am Sonntag versammelten. Das ist allerdings ein eher schwacher Hinweis und genügt bei weitem nicht. Beweise Apg.20,7 "Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, Brot zu brechen,...." Das nun ist ein klassischer Beweis. Es steht eindeutig in der Bibel, daß sich die Christen am 1.Tag der Woche (=Sonntag) versammelten). Das Brotbrechen/Abendmahl fand also eindeutig schon lange Zeit statt, bevor es jemand wagte, sich als "Papst" auszugeben. Auch die adventistische Ausflucht, daß wohl der jüdische Zeitrahmen verwendet worden sei (Sabbat = Freitag abend bis Samstag abend) ist falsch, da Lukas ein griechischer Arzt war und als solcher die römische Zeitrechnung verwendete. (ein Tag dauert von Mitternacht bis Mitternacht)
Zusammenfassend muß man zu der Feststellung kommen, daß von Beginn der Christenheit (Auferstehung-Pfingsten) an sofort der Sonntag zum Tag des HERNN wurde und der Sabbat nicht mehr den gleichen Stellenwert hatte wie vorher und das, weil Gott selbst diesen Tag auserwählt hat, um seine neue Schöpfung zu beginnen. Judenchristen und Heidenchristen Natürlich werden die Gläubigen in der allerersten Zeit auch den Sabbat gefeiert haben, wie sie das aus ihrer Tradition gewohnt waren. Wir haben dafür zwar keine biblischen Belege, können es aber annehmen, da sie auch sonst sich weiterhin an ihre jüdischen Traditionen hielten (z.B.Besuch der Synagoge oder Gebet im Tempel). Doch am Anfang waren alle Gläubigen bekehrte Juden. Die Gläubigen aus den Nationen (=Heidenchristen) kamen erst später dazu (Apg.10). Spätestens jetzt mußte sich natürlich die Frage aufdrängen, ob die Heiden denn nun Juden werden müssten oder ob etwas ganz Neues entstanden war. Tatsächlich entstand diese Frage auch sehr schnell und einige gläubig gewordene Pharisäer vertraten ja auch sehr vehement die Ansicht, daß ein Heide zuerst Jude werden müsse (z.B. Beschneidung) und dann Christ werden könne (Apg.15,1). Nun gab es ein großes Aufsehen um diese Frage und es fand ein Apostelkonzil statt, auf dem diese Frage ein für allemal geklärt wurde : Apostelgeschichte 15, 28 "Es hat nämlich dem heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzulegen, außer diesen notwendigen Stücken: 29 daß ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht; wenn ihr euch davor in acht nehmet, so tut ihr recht. Lebet wohl!»" Natürlich sind Götzenopfer und Unzucht zu allen Zeiten für Gott ein Greuel, aber schon das Blut und das Erstickte müssen wohl so verstanden werden, daß Juden und Heiden gemeinsam essen können. (Randbemerkung :Denn wenn ein bekehrter Jude, der es sein Leben lang gewohnt war, Ekel vor diesen Dingen zu empfinden, nun in der Versammlung ein Liebesmahl mit einem Heidenchristen aß und nun plötzlich blutiges Fleisch vorgesetzt bekam, dann musste es ihn ekeln und würgen.) Doch interessanterweise steht in diesem Text nichts, aber auch rein gar nichts davon, daß die Heidenchristen den Sabbat beachten müssten. Nicht der leiseste Hinweis darauf findet sich im Neuen Testament. Im Gegenteil. An vielen Stellen wird ganz klar ausgedrückt, daß wir als Christen eben NICHT unter dem mosaischen Gesetz stehen. Und dann gibt es da noch eine Stelle im Kolosserbrief, wo eindeutig gesagt wird, daß der Sabbat eben keine Pflichtveranstaltung für die Christen ist. Kolosser 2, 16 "So soll euch nun niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen eines Festes oder Neumonds oder Sabbats, " Und die "klassische" Stelle aus dem Galaterbrief : Galater 5 : 3 Ich bezeuge aber wiederum jedem Menschen, der beschnitten wird, daß er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. Wer sich auf seine eigene Gerechtigkeit verläßt, der hat nicht den Hauch einer Chance, im Gericht zu bestehen. Nur Jesus allein !
zu dieser Fragestellung passt auch : Gilt das mosaische Gesetz auch für uns ?
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