| Wenn Jesus im Mittelpunkt steht, sind dann nicht die Lehrunterschiede bedeutungslos ? |
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| Geschrieben von: tr | |||
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"Ist die Liebe untereinander nicht wichtiger als die Lehrunterschiede ?" Diese Frage kommt immer wieder und in ganz verschiedenen Versionen zum Einsatz : "Man soll uns Christen doch daran erkennen, daß wir Liebe untereinander haben, deswegen ist Einheit doch das Wichtigste !" Oder wie Martin Bühlmann (Vineyard) auf der fränkischen Glaubenskonferenz 2006 : Er sagte dort, Christen sollten weniger streiten und mehr Wert auf das Gemeinsame legen. Christen sollten gemeinsam Gott als Herrn der Welt bezeugen, anstatt sich über Nebensächlichkeiten, etwa im Tauf- oder Abendmahlsverständnis, auseinanderzusetzen. (Quelle : idea.de) Der Oberlandeskirchenrat Brandy (Hannover) verlangte von den Baptisten sogar, sie sollten zwecks besserer Zusammenarbeit und für eine "Kultur der Barmherzigkeit" aufhören, gläubige gewordene Menschen zu taufen, wenn diese als Säuglinge bereits getauft wurden. Er verlangt also, daß eine völlig biblische Position aufgegeben wird und der Unsinn mit der Säuglingstaufe akzeptiert wird. Begründung ist wie immer die missionarische Stoßkraft.... Sind diese Aussagen/Fragen in dieser Art biblisch ? Auf den ersten Blick betrachtet, muß man natürlich zustimmen und viele, die Gottes Wort nicht kennen, lassen sich von solchen Aussagen auch schnell täuschen. Denn wenn dann noch mit Bibelstellen argumentiert wird, wo das auch so drinsteht, dann sieht das ja tatsächlich erst einmal so aus, als wären solche Aussagen unmöglich zu widerlegen. Doch die (biblische) Wahrheit sieht ganz anders aus.
Sieht das die Bibel auch so, daß sämtliche Lehrunterschiede bedeutungslos sind, wenn nur Jesus im Mittelpunkt steht ? Ich denke nicht, daß wir über diesen Satz nachdenken müssen, denn das ist schon die völlig falsche Richtung, der falsche Ansatz. Die alles, aber auch wirklich alles entscheidende Frage ist : Steht Jesus wirklich im Mittelpunkt ? Und woran kann man das erkennen ? Johannes 14,15-24 : Ich habe die entscheidenden Stellen einmal fett markiert, damit wir sie auf einen Blick erkennen. Genau DREIMAL sagt Jesus in diesem kurzen Text aus, daß jeder, der ihn liebt, auch seine Worte/Gebote befolgt. Und einmal sagt er es andersherum, nämlich daß, wer ihn nicht liebt, wird auch seine Worte nicht befolgen.
Wenn also in einer Gruppe/Gemeinde/Kirche oder in einem Bündnis/Verein/Arbeitsgemeinschaft wirklich Jesus im Mittelpunkt stehen würde, dann würde man das woran erkennen ??? An der Harmonie ? An der gegenseitigen Wertschätzung ? Am Willen, den anderen nicht zu kritisieren ? Nein, Jesus Christus sagt es ganz klar und eindeutig, daß wer ihn liebt, der wird sich auch an seine Worte halten. Das, was eine Gemeinde/Kirche/Gruppe über sich selbst sagt, ist nicht nur fragwürdig, es ist völlig bedeutungslos und uninteressant. Wichtig ist einzig und alleine, was das Wort Gottes zu der Lehre der jeweiligen Gruppierung zu sagen hat. Wenn die Lehre einer Gemeinde/Kirche an einem oder mehreren Punkten dem Wort Gottes widerspricht, steht dann Jesus Christus im Mittelpunkt ? Nein, natürlich nicht. Aber nun gibt es auch wirklich KEINE perfekte Gemeinde/Kirche auf diesem Planeten. Alle haben Fehler, Runzeln und sind mangelhaft. Aber doch gibt es Gemeinden, die nur die Bibel gelten lassen und solche, denen die Bibel ganz offensichtlich völlig egal ist. Sicher gibt es auch unter bibeltreuen Gemeinden Fehlentwicklungen und es gibt in solchen Gemeinden auch Sünde, aber wenn die Lehre und Praxis einer Gemeinde sich nur am Wort Gottes orientiert, dann steht dort Jesus wirklich im Mittelpunkt und die Gemeinde hat bewiesen, daß Jesus dort wirklich geliebt wird. Das war bis jetzt alles theoretisch. Machen wir es etwas praktischer. Ein paar Beispiele : Götzendienst : Gottes Namen : Das Heil durch Jesus Christus
Das waren nun nur ein paar praktische Beispiele, die zeigen, daß es bei einigen Kirchen schon an grundsätzlichen Dingen mangelt. Wer nicht mal die einfachsten Dinge des christlichen Glaubens beherzigt (Rettung durch Glauben/Bekehrung/Gehorsam), kann der dann von sich behaupten, daß Jesus im Mittelpunkt steht, oder daß er Jesus liebt ? Johannes 14,15-24 1.Johannes 2,3-6
Missionarische Ausstrahlung durch falsch verstandene Einheit ? Oft wird dann auch argumentiert, daß wir doch Menschen für Jesus gewinnen wollen und deswegen die Lehrunterschiede in "nebensächlichen" Fragen wie Taufe und Abendmahl vergessen sollten. Doch wer definiert, was in Gottes Wort als "nebensächlich" gelten darf. Haben wir Menschen überhaupt das Recht, Gottes Wort in "wichtig" und "weniger wichtig" einzuteilen ? Ich denke, die Antwort liegt auf der Hand. Entweder es ist das Wort Gottes, dann sollen wir es auch so beachten, oder es ist belangloses Geschwätz eines Religionsgründers, dann kann natürlich jeder das rausziehen, was ihm am wichtigsten ist. Die Grundhaltung muß also sein, daß wir das Wort Gottes als Ganzes als die einzige Autorität gelten lassen in allen Fragen der Lehre und des Lebens. Ausgehend von dieser absolut bibeltreuen Grundhaltung kann man dann noch Überlegungen anstellen, wo innerhalb des Wortes Gottes unterschiedlich gewichtet wird (siehe dazu auch Kriterien der Zusammenarbeit). So ist z.B. klar, daß es in der Frage der Erlösung alleine durch Christus keine Abweichungen geben darf ("ein anderes Evangelium" Galater 1). Und es liegt ebenso klar auf der Hand, daß die Dinge, die auf dem Apostelkonzil in Apg.15 beschlossen wurden nicht in gleicher Weise heilsentscheidend sind. Es lässt sich nun also kein Gegensatz "missionarische Notwendigkeit" und "biblische Wahrheit" ableiten. Und die Taktik "Menschen missionieren heißt Lehrunterschiede sind unwichtig" finden wir nicht im Neuen Testament. IM GEGENTEIL : Gerade der Missionsbefehl, auf den sich die Verfechter der Ökumene berufen, gerade dieser Missionsbefehl in Mt.28 sagt doch deutlich aus, worum es geht : Matthäus 28,19-20 : 3 Anweisungen : Der Missionsbefehl, den Jesus Christus hier seinen Jüngern gibt, enthält drei Punkte : Wer den Missionsbefehl also wirklich ernst nimmt, der muß diese drei Punkte erfüllen. Eine Gemeinde, die sich vom Herrn Jesus in diese Arbeit gerufen weiß, muß also Menschen zu Jüngern machen, nicht zu Gemeindemitgliedern. Das ist ein Unterschied, denn ein Jünger ist ein echter Nachfolger, einer der alles stehen und liegen lässt und Jesus nachfolgt. Einer, der in einer Evangelisation mal die Hand gehoben hat und dann Gemeindemitglied geworden ist, ist noch kein Jünger. Wenn er das ernst gemeint hat, dann ist er Christ, er ist wiedergeboren und errettet, aber ist er ein Jünger, wenn er so weiterlebt wie bisher ? Und wenn eine Gemeinde den Missionsbefehl wirklich ernst nimmt, dann muß sie dafür Sorge tragen, daß gläubig gewordene Menschen getauft werden, denn das ist die Anweisung des HERRN. Wer also meint, er müsse unbedingt (aus welchen Gründen auch immer) mit Organisationen zusammenarbeiten, die keine biblische Taufe kennen, der erfüllt NICHT den Missionsbefehl ! Und wenn eine Gemeinde ihren Herrn wirklich ernst nimmt und den Missionsbefehl so akzeptiert, wie er da steht, dann ist sie verpflichtet, sie "zu lehren, alles zu halten", was der Herr geboten hat. Wenn der HERR Jesus Christus das so deutlich sagt, wie kommen wir dann dazu, die Anweisungen Gottes über Taufe, Abendmahl usw. zu Randfragen zu erklären, die nicht so wichtig sind ? Wer sich auf den Missionsbefehl berufen will, der muß ihn auch lesen und ernst nehmen. Wer Menschen zu Jesus führen will, der muß das auch so tun, wie der HERR Jesus Christus das will !
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